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Sanierung Schulzentrum Lechenich - 40 Mio € für Kosmetik am Bau

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07. Jul. 2019 –

PM zum Beschluss der Sanierung des Lechenicher SZ
40 Mio. € für Kosmetik am Bau
In der Ratssitzung am 2.7. wurde mit knapper Mehrheit von CDU, FDP und FW für die Sanierung des Lechenicher Schulzentrums eine Kompromisslösung für 40 Mio. € gewählt.


Das Lechenicher Schulzentrum ist nach 55 Jahren nicht mehr auf dem Stand der Zeit. Es braucht eine größere Mensa, einen besseren Verwaltungstrakt und muss dringend energetisch saniert werden. Ein Architekturbüro erhielt 2017 den Auftrag, den Plan für eine komplette Sanierung für 24 Mio. € aufzustellen. Schon zu diesem Zeitpunkt forderten SPD und Grüne, dass die Alternative eines Neubaus der Schule geprüft werden solle.


Mittlerweile sind jedoch die Baukosten rasant gestiegen und der geplante Kostenrahmen ist nicht mehr einzuhalten.
Somit wurden nun 3 Alternativen zur Sanierung dem Rat zur Abstimmung vorgelegt.
In allen drei Varianten erfolgt der Neubau einer Eingangshalle und der Mensa, ein  euer Verwaltungstrakt, eine Komplettierung der Südfassade, die Sanierung des Schwimmbads, der Aula und der Turnhalle. Bei der energetischen Sanierung der einzelnen Gebäudetrakte aber gibt es gravierende Unterschiede, womit der ursprüngliche Plan, die Schule komplett energetisch zu ertüchtigen aufgegeben wird.
In Variante 1 mit ‚nur‘ 36 Mio. Euro wird nur noch ein Trakt saniert.
In Variante 2 mit 40 Mio. sind es drei Trakte.
Und in Variante 3 mit knapp 46 Mio. alle Trakte, d.h. dann auch die Realschule. Der Abriss der Außen-WCs ist auch nur hier vorgesehen.


Nach diesen aktuell vorgelegten Zahlen fordern Grüne und SPD erneut, dass die Alternative eines Neubaus geprüft werden müsse.
Ein Neubau hätte ganz entscheidende Vorteile:

  • Die Schüler würden in einem modernen, architektonisch ansprechendem Gebäude mit neuesten energetischen, technischen und pädagogischen Standards unterrichtet werden.
  • sämtliche Unterhaltskosten (wie Verbrauchskosten/Nebenkosten, Energiekosten, Reinigung) wären um ein Vielfaches geringer,
  • Ein neues Gebäude könnte präziser kalkuliert werden, als eine Sanierung in einem bestehenden Gebäude mit allen Unwägbarkeiten, die die Kosten unvorhergesehen in die Höhe treiben können,
  • Bei einem neuen Gebäude mit einer geringeren Grundfläche könnten die Außenbereiche für mehr Aufenthaltsqualität großzügiger geplant werden.
  • Ein Neubau kann zudem über einen längeren Zeitraum abgeschrieben werden als eine Sanierungsmaßnahme; das bedeutet, dass auch die Stadtkasse weniger belastet würde.
  • Ein Neubau würde den Schulbetrieb nicht behindern und die Schüler könnten in ein fertiges Gebäude einziehen, ohne über Jahre mit den Einschränkungen durch den Umbau und die kostspielige übergangsweise Unterbringung in Containern leben zu müssen (Kostenpunkt 1.785 Mio Euro)

Doch CDU, FDP und FW verweigern eine Wirtschaftlichkeitsüberprüfung, oder überhaupt einen Neubau durchrechnen zu lassen. Sachliche Gegenargumente werden nicht genannt.
Erstaunlicherweise wurde aber die Ratssitzung noch einmal unterbrochen mit der Bitte um interne Beratung. D.h. die CDU war sich wohl doch nicht mehr so ganz sicher, ob sie nicht doch einen Kompromiss in Auftrag gibt, der am Ende durch erwartbare Nachkorrekturen und einer fehlenden Wirtschaftlichkeitsberechnung teurer wird.
Letztendlich blieb es aber bei Variante 2.
Die Begründung für diesen Beschluss war, dass schon zu viel Zeit „vertrödelt“ worden sei und man nicht noch eine weitere Untersuchung abwarten wolle. Dies sei man den Schülern schuldig – da in dieser Angelegenheit grundsätzlich die Mehrheit von CDU & FDP alle Entschlüsse traf, konnte kein einziger Schritt von jemand anderen verzögert werden.
Wir sagen, dass vor dem Hintergrund des Klimawandels, einer zu erwartenden CO2-Steuer, für die sich im Übrigen jetzt auch die CDU ausspricht und der Friday for future -Bewegung diese ‚Variante‘ der Erftstädter Ignoranz schwer zu begreifen ist.
Der Beschluss ist weder nachhaltig, noch zum Wohl der Schüler, oder der Erftstädter.


Gez.
Birgit Foken-Brock (Ratsmitglied)
Marion Sand (Fraktionsvorsitzende)

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